Musik beginnt da, wo Worte aufhören.
Bei einem Abschied gibt es vieles, für das sich kaum Worte finden lassen. Musik kann in diesen Momenten tragen, erinnern und etwas ausdrücken, was wir selbst vielleicht nicht sagen können.
Als Musiker ist es mir ein besonderes Anliegen, Trauerfeiern einfühlsam und persönlich zu begleiten. Dabei geht es für mich nicht darum, einfach nur Musik zu spielen. Es geht darum, den Menschen und seine Geschichte wahrzunehmen – und mit der Musik einen Raum für Erinnerung, Nähe und Abschied zu schaffen.
Besonders berührend ist es, wenn ein Lied mit dem verstorbenen Menschen verbunden ist. Ein Lieblingsstück, ein gemeinsames Lied oder eine Melodie, die Erinnerungen wachruft. Solche persönlichen Musikwünsche greife ich sehr gerne auf. Denn manchmal kann ein einziges Lied mehr erzählen als viele Worte.
Was Angehörige mir nach Trauerfeiern gesagt haben:
„Ihre Musik hätte meiner Tochter sehr gefallen.“
„Es gibt zwar keine schöne Beerdigung. Aber durch Ihre Musik bekam die Trauerfeier etwas Schönes und Bereicherndes.“
„Herzlichen Dank für das Lieblingslied meines Mannes, ‚Samba Pa Ti‘ von Santana. Ich bin sicher, er hat es auch gehört.“
Warum mir diese Aufgabe wichtig ist:
Der Tod gehört zum Leben – und dennoch trifft uns der Abschied von einem Menschen oft tief.
Auch in meinem eigenen Leben habe ich erfahren, wie kostbar und verletzlich das Leben sein kann. Vielleicht ist mir deshalb die musikalische Begleitung von Abschieden besonders wichtig geworden.
Es erfüllt mich, wenn meine Musik Menschen in einem schweren Moment etwas geben kann: Trost, Verbundenheit, eine Erinnerung – oder einfach einige Minuten, in denen nichts erklärt werden muss.
Auch die Trauerfeiern meiner eigenen Eltern habe ich musikalisch begleitet. Diese Erfahrungen haben mir noch einmal gezeigt, was Musik in einem solchen Moment bedeuten kann.
Jeder Mensch ist einzigartig. Und so darf auch sein Abschied sein.